An Spanien denken wohl die wenigsten, wenn es um Radtouren im Ausland geht. Für die Spanier selbst ist das Fahrrad eher Sportgerät als Fortbewegungsmittel. Der Radsport genießt deshalb ein hohes Ansehen in der Bevölkerung. Infrastruktur für Radfahrer – Radwege oder ausgeschilderte Touren – sind so gut wie nicht vorhanden. Spanien gehört zu einem der wenigen Länder, wo es eine Helmpflicht für Radfahrer gibt. Auch bei Anhängern oder der Kinderbeförderung gibt es einiges zu beachten. Der ADFC hat einige Informationen über das Radfahren in Spanien in einem Informationsblatt zusammengefasst.
Besonders das Klima ist ein Argument für einen Radurlaub in Spanien. Im Süden des Festlandes (z. B. Andalusien) kann man das ganze Jahr seinem Sport nachgehen. In den Gebirgen (Sierra Nevada oder Pyrenäen) kann es aber aufgrund der Höhe auch im Sommer recht kühl sein. Klimatisch noch besser gelegen sind die zu Spanien gehörenden Inselgruppen der Balearen und Kanaren. Besonders Mallorca ist bei Rennradlern beliebt um früh in die Saison zu starten oder auch im Spätherbst noch schöne Touren bei angenehmen Temperaturen zu unternehmen.
Auch Mountainbiker entdecken in letzter Zeit Mallorca. Allerdings sollte man sich dabei auf erfahrene Guides verlassen. Diese kennen die versteckten Trails und Wege, die in keiner Karte eingezeichnet sind. Außerdem wissen sie genau, über welches Grundstück man fahren darf und über welche Mauer man klettern darf. Andernfalls kann man schnell mal vom Sicherheitsdienst eines Anwesens vertrieben werden. Boris Becker und Co bleiben halt gerne unter sich.
Immer beliebter bei Radfahrern wird der Jakobsweg – der Pilgerweg im Norden Spaniens. Es gibt verschiedene Routen. Ziel ist immer das Apostelgrab in Santiago de Compostela. Wer sich darüber näher informieren möchte, den kann ich folgende Bücher empfehlen:
- Der Spanische Jakobsweg: 14 Tagesetappen mit Karten 1 : 75 000
- Der Jakobsweg mit dem Fahrrad: In 14 Tagesetappen von den Pyrenäen nach Santiago de Compostela
Hier gibt es weitere Informationen zu: